Genusswanderung im Südtiroler Ahrntal mit originalem Graukäse

KuhEin absolutes Muss für alle Käseliebhaber ist es, den berühmten Ahrntaler Graukäse zu probieren. Denn nicht umsonst hat der ehemalige "Kas für arme Leut" die höchste Auszeichnung von der Organisation "Slow Food" erhalten. Vor allem hat die uralte Tradition der Ahrntaler Bergbauernhöfe dem Käse zu dieser Ehre verholfen, aber auch der äußerst niedrige Fettgehalt von nicht einmal einem Prozent liegt ganz im Trend der Zeit.

Das Besondere an der Käseproduktion im einst bettelarmen Ahrntal liegt sicher in der fast vollständigen Verwertung der Milch. So verstanden es die Bergbauern in ihren extremen Lebensverhältnissen den Rahm aus der Milch für die Herstellung von Butter zu verwenden und aus der "Tschotte" (Topfen, Quark) der sauren Magermilch den Graukäse herzustellen. Außerdem kommt der etwas streng riechende Käse ohne die Zugabe von "Lab" aus, was weltweit bei kaum einem Käse der Fall ist. Lab wird aus den körpereigenen Enzymen im Magen junger Kälber gewonnen und bringt in der Käseherstellung die Milch zum Gerinnen. Beim Graukäse hingegen wird die Magermilch einem Säuerungsprozess zugeführt und gerinnt erst durch Erwärmung in einem kupfernen Kessel. Die Bäuerinnen, die älteren Käserinnen und Käser auf den Almen verlassen sich auf ihr untrügliches Gespür für die richtige Temperatur, wenn der Topfen aus der Milch geschieden wird, indem sie den Ellbogen in die Milch tauchen. Als einziges Gewürz für den Graukäse wird schließlich Salz verwendet, bevor er in einem trockenen Raum auf einem Holzbrett zwischen ein und drei Monaten reift.

Genusswanderung:

Unternehmen Sie im Herbst bei angenehmen Temperaturen und einmaliger Fernsicht eine Genusswanderung in Kasern, der hintersten Ortschaft des Ahrntals. Folgen Sie dem Weg Nummer 11 zum Knappenberg und durch den schönen Lärchenwald zur romantisch gelegenen Brugger Alm (Nummer 11a). Links ansteigend führt der Weg durch Almwiesen bis zur Steger Hütte und zur Alprecht Alm. Alle drei Almhütten sind den Sommer über bewirtschaftet, was Ihnen Gelegenheit gibt, dort den Ahrntaler Graukäse sowie viele andere kulinarische Köstlichkeiten zu probieren. Der restliche Weg führt Sie ins Hasental, wo Sie auf den Fuldauer Weg (Nummer 1) stoßen und schließlich auf der Forststraße (Nummer1) bis in den Talboden zur Ahr absteigen.

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Foto: SiMedia / Monika Leimegger

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